Videokonferenzen der neue Trend im Lernen?

Oft werde ich gefragt, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Webinar und einer Videokonferenz? Warum brauche ich eine Webinarsoftware und eine Konferenzsoftware?
Es ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch eine Frage der Rolle des Moderators und der Teilnehmenden. Es kommt also auf das didaktische Setting an.

Videokonferenz – der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen

Videokonferenz-Software wurde so konzipiert und gedacht, dass man mit mehreren Menschen zur gleichen Zeit am gleichen virtuellen Ort ist und es keine Hierarchie in den Rollen gibt. Jeder kann sprechen und das Mikrofon an- und ausschalten. Jeder kann entscheiden, ob die Kamera an oder aus ist und in einigen Tools kann auch jeder eine Aufzeichnung machen. Normalerweise hat auch jeder die Möglichkeit seinen Bildschirm zu teilen, um den anderen im Meeting etwas zu zeigen.
Videokonferenz-Software beschränken sich überwiegend auf das Gespräch in einer Gruppe und das zeigen von Dokumenten via Screensharing – also dem Teilen des Bildschirms.

Webinare – der Fokus liegt auf dem Lehrenden als Entscheider

Im Webinar entscheidet in der Regel der Moderator, der meistens ein Lehrender ist, ob und was die Teilnehmenden dürfen und sehen. Die Webinar-Software bietet mehrere Möglichkeiten das Lernsetting didaktisch zu gestalten. Es kann sehr interaktiv mit Whiteboard, Umfragen und Gruppenräumen gestaltet werden oder aber sehr passiv. Dann sind die Mikrofone zentral ausgeschaltet und man kann sich nur per Handzeichen oder im Chat als Teilnehmender, der etwas zu sagen hat, melden. Der Moderator entscheidet, ob er das zulässt oder nicht. Den Lehrenden steht, meist integriert, ein Whiteboard zur Verfügung, bei dem er entscheidet, ob und was die Teilnehmenden auf diesem Whiteboard machen können. In einer Webinarsoftware kann man dieses Whiteboard auch als PDF direkt abspeichern. Einige Webinartools bieten auch eine Teilnehmerverwaltung und Zeitsteuerungen an. Zeitsteuerungen benötigt man dann, wenn Webinarteile zeitgesteuert nacheinander freigeschaltet werden sollen oder man in einem bestimmten Zeitfenster das Webinar buchen kann. Eine Aufzeichnungsmöglichkeit ist ebenfalls immer gegeben.

Brauche ich unbedingt eine Webinarsoftware?

Nein, denn um ein virtuelles Live-Lernsetting zu machen, reicht auch eine Videokonferenzsoftware. Insbesondere, wenn es sich um reine Informationen handelt, die Dauer eher kurz ist und es nicht mehr als 20-25 Teilnehmer sind, kommt man mit einer Videokonferenz gut aus. Einige Videokonferenz-Tools wie z. B. Zoom haben so genannte Breakout-Rooms für Gruppenarbeiten innerhalb einer Sitzung und auch ein Whiteboard sowie Umfragemöglichkeiten sind in der Pro-Version integriert.

 

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